Liebe ehemalige, derzeitige und (hoffentlich) zukünftige Gäste,

lange haben wir überlegt, ob wir uns als Betreiber zu den diversen Meinungsbildern, Einschätzungen und Votings im Internet mal grundsätzlich äußern sollten.

Wir haben uns nun dafür entschieden. Weil wir gern möchten, dass unsere Gäste wissen, worauf sie sich mit einem Besuch in der „Mangelwirtschaft“ einlassen.
Und wir erhoffen uns in diesem Zusammenhang, so manchem Missverständnis, so manch enttäuschter Erwartung und damit unschöner Auseinandersetzung vorzubeugen.
Wir haben vor fast 4 Jahren unsere Café-Bar mit dem Wunsch aufgebaut, eine Stätte des Wohlfühlens zu schaffen und mit engagierter Dienstleistung, Verlässlichkeit und nicht zuletzt anhaltender Freundlichkeit Frustrationen zu vermeiden, wo es nur geht. Um dieses Anliegen auch weiterhin erfüllen zu können, an dieser Stelle mal ein grundsätzliches Wort:

Was die wenigsten Leute ahnen, wenn sie unsere Café-Bar mit angeschlossenem Waschsalon betreten: Sie befinden sich in zwei unterschiedlichen Unternehmen, die sich zusammengetan haben, um sich gegenseitig zu befruchten und unterstützen. Der Betreiber des Waschsalons schätzt die gemütliche Atmosphäre, den Service und die Sauberhaltung seiner Maschinen durch uns. Und wir als Betreiber der Café-Bar schätzen es sehr, unseren Gästen mit dem Waschservice etwas anbieten zu können, was nach unserer Meinung, aber auch der Meinung zahlreicher dankbarer Gäste, in unserem Kiez gefragt ist. Es gibt zwar im nahen Umfeld unserer „Mangelwirtschaft“ drei übliche Waschcenter, doch wir wissen alle, dass diese ausschließlich zweckgebunden sind. Wer allerdings einfach nur seine Wäsche waschen möchte, der kann diesem Bedürfnis dank Münzautomaten, Holzbank und manchmal einer Heizung durchaus zufrieden stellend nachkommen.

Wir wollen jedoch mit unserer „Mangelwirtschaft“ mehr: Wir möchten unseren Waschgästen mit leckeren Speisen und Getränken, W-LAN und einem kompetenten Service eine angenehmere Atmosphäre bieten, wenn sie ihre Wäsche waschen (müssen). Ja, wir denken, Hausarbeit kann durchaus auch „Quality-Time“ sein.
Ob man unsere Meinung teilt, liegt natürlich bei jedem selbst...

Was wir – ganz ehrlich - nicht verstehen, ist das Anspruchsdenken einiger Gäste, dass es unseren Service ganz umsonst geben soll. In der Vergangenheit gab es einige Beschwerden, weil wir gern möchten, dass Gäste, die den Waschsalon nutzen, auch etwas in unserer Café-Bar verzehren. In Internet-Foren wurde sogar der Vergleich bemüht, dass man beim Kauf von Tomaten im Supermarkt nicht gleichzeitig gezwungen werden darf, eine Packung Tampons mitzunehmen. Abgesehen davon, dass dieser Vergleich hinkt, befremdet uns ein wenig, dass unser Anliegen so missverstanden wurde. Wollen wir nicht alle, dass unsere Leistungen anerkannt und honoriert werden? Warum ist es dann so schwer zu verstehen, dass wir als Betreiber der Café-Bar auch etwas verdienen wollen/müssen, wenn wir den Service unseres Kompagnons ermöglichen?

Wir freuen uns sehr über jeden, der unsere Mangelwirtschaft besucht und uns die Möglichkeit gibt zu beweisen, dass wir etwas Besonderes sind. Wir nehmen auch niemandem übel, wenn er sich dagegen entscheidet und seine Wäsche lieber in einem Waschcenter wäscht. Aber wir möchten nicht mehr darum streiten müssen, ob unser Service auch honoriert gehört. Und sei es auch nur mit dem Kauf eines Kaffees...

In der Hoffnung auf Verständnis und dass sich noch zahlreiche Leute in der aktuellen, ohnehin sehr stressigen Zeit eine kleine freudvolle „Auszeit“ während ihrer nötigen Hausarbeit bei uns gönnen möchten
 

Das Team der Mangelwirtschaft